Autor Robert Misik schrieb am 9. September im Böll-Blog:
Blickt man sich ein bisschen die Geschichte der Parteiendemokratie an, dann fällt auf: Es ist oft so, dass eine Partei zweimal abgewählt werden muss, bis sie einen Kurswechsel vollzieht. Bei der ersten Abwahl geht die geschlagene Spitzenfigur ab und meist übernehmen dann die Leute aus dessen zweiter Reihe das Ruder. Aber sie repräsentieren natürlich alles das, wofür die Spitzenfigur abgewählt wurde. Neuer Schwung ist von ihnen nicht zu erwarten. Dann kriegen sie eine auf den Kopf und erst dann ist ein wirklicher Neubeginn möglich. Nach Schröders Wahlniederlage von 2005 wird wohl am 27. September die Steinmeier-Müntefering-SPD diesen zweiten Schlag erhalten. Und ich kennen viele Leute, die sagen: Es kann erst besser werden, wenn die weg sind. Langsam sollte man beginnen, sich mit der Frage zu beschäftigen, wer am 28. September denn die SPD übernehmen könnte. Andrea Nahles? Oder einer von diesen Buben, die ich nicht unterscheiden kann?
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